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Perronüberdachung Bahnhof Grindelwald

Die Überdachung am Bahnhof Grindelwald verbindet die Perronbereiche der Berner Oberland-Bahn (BOB) und der Wengernalpbahn (WAB). Mit der Aufhebung eines WAB-Gleises entstand ein grosszügiger Zwischenbereich mit Aufenthaltsqualität und Aussichtsplattform für die wartenden Zuggäste.

Die Konstruktion wurde als Stahl-Glas-Konstruktion mit zweireihigen, leicht geneigten Stützen und auskragenden Hauptträgern ausgeführt. Sekundärträger bilden die Unterkonstruktion der Verglasung. Das Trogdach mit zwei flach geneigten Dachflächen wurde über ein regelmässiges Raster von 6.35 m ausgebildet. Die Konstruktion und das Raster werden auch im westlichen Kurvenbereich der BOB weitergeführt, wodurch ein einheitliches Erscheinungsbild entsteht.

Die Verglasung verleiht der Überdachung eine helle und leichte Wirkung. In das Verbundglas integrierte Photovoltaikzellen erzeugen Strom für das betriebsinterne Netz und bilden gleichzeitig ein prägendes Gestaltungselement. Durch die Zellanordung sowie der integrierten Folie in den Glaselementen sorgen sie zudem für eine gleichmässige Verschattung im Sommer.

Die zweireihige Stützenanordnung gliedert die Fläche in drei Bereiche. Die äusseren Zonen dienen der Personenbewegung entlang der Perrons, während der Mittelbereich als Warte- und Aufenthaltszone genutzt wird. Die Neigung der Stützen unterstreicht diese Zonierung und verleiht der Überdachung eine leichte, grosszügige Wirkung.

Bilder copyright: jungfrau.ch